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LUDWIG

So Ihr Lieben SteinDesign Besucher. Hier kommt mein 3. Blogeintrag für Heute. Und es ist wahrlich ein toller Motivstein, der Euch hier erwartet. Ich stecke ja noch immer in meiner Bauernhoftier-Phase. Weiterhin bin ich in der Vorbereitung auf unsere Ausstellung im Oktober und es werden noch ein paar Tiere entstehen. Zudem mag ich meine Lieblinge wirklich sehr und ich weiß auch noch nicht, ob ich sie nach der Vernissage überhaupt in den Verkauf geben kann. Wahrscheinlich eher nicht. Lieber ist mir dann, wenn ich sie per Auftrag neu fertige. Wobei es natürlich auch hier niemals zwei gleiche Tiere geben kann. Das ist einfach unmöglich und soll auch nicht sein.

Den prächtigen Stein für Ludwig habe ich übrigens bei uns im Harter Wald gefunden. Wir waren mal wieder mit Dino dort unterwegs und jemand hatte wohl ein paar Wacker abgelegt. Genial. Mit dem großen schweren Stein sind wir dann nach Hause marschiert. Der Stein ist auch deswegen so genial, weil er von alleine aufrecht stehen kann. Einfach perfekt. OK, seine Oberfläche ist alles andere als malfreundlich, schon gar nicht für die Dot-Technik. Also habe ich ihn erst einmal mit Resin überzogen. Das hatte ich vorher noch nie versucht. Gleichzeitig gab es mir die Gelegenheit, auch ein paar Schmucksteine zu gießen. Wie ich dann feststellen musste, war es aber kein klares Resin, sondern milchig weiß/gelbes Resin. Dafür hatte ich auf dem Stein jetzt aber eine gute, recht glatte Fläche zum Malen. Eigentlich wollte ich die Natursteine mit den Tiermotiven alle im Naturzustand belassen und nicht farblich grundieren. Aber im gelblichen Resin-Nebel wollte ich Ludwig auch nicht stehen lassen. So ist diesmal ein Weidehintergrund mit blauem Himmel und leichtem Wölkchen entstanden. Und ich muss sagen, dass es mir super super gut gefällt. Es hätte besser nicht laufen können.

Für Ludwig hatte ich eine gezeichnete Vorlage und ich habe ihn auch erst einmal in seiner Haupt-Fellfarbe grundiert. Am Anfang von so großen Projekten denkt man immer - das wird nix. Oder - wie soll ich da anfangen. Oder - oh Gott, das schaffe ich nie. Aber ich habe mittlerweile eine echt gute Taktik gefunden. Ich zeichne vor, grundiere das Tierchen und stecke damit seine Ausmaße ab. Und dann nehme ich mir Stück für Stück vor. Bei Ludwig waren es die Hörner. Die habe ich zuerst gemalt. Dann ein Auge, dann den Bart. Klingt jetzt komisch und total zusammenhanglos. Aber wenn man sich so in Segmenten voran arbeitet, dann geht es leichter. Jedenfalls für mich funktioniert das prima so. Es hat mir so viel Spaß gemacht, Ludwig auf den Stein zu bringen. Und das Ergebnis ist selbst für mich - wie ein Wunder! Manchmal denke ich - wie ging das denn jetzt? Wie hast Du das nur hinbekommen? Auch mein Mann Ralf sagt das immer wieder. Leute, ich weiß es nicht. Es liegt mir einfach im Blut, es fließt mir aus der Hand. Und immer wieder fragen wir uns (in der Familie), woher hat sie das? Niemand kennt die Antwort, bzw. gibt es nur 1 Person, die in Frage käme. Meine geliebte Omi Ilse, die leider viel zu früh gegangen ist. Sie hatte eine künstlerische Ader. Hat Ballett getanzt und eine Ausbildung zur technischen Zeichnerin gemacht. Daher muss es wohl kommen. Oder auch seitens meines Papas? Wer weiß es, denn seine leiblichen Eltern kennen wir ja nicht. Egal, wie auch immer - ich hab es, ich kann es und ich liebe meine Kunst! Und ich bin sehr sehr dankbar, dass ich diese Gabe habe. Sie erfüllt mich, sie macht mich aus. Ui, die Maltante kommt heute aber ins Reden und Philosophieren, was? ;-)

So, jetzt kennt Ihr die Geschichte zu meinem Ludwig. Ein stolzer Geißbock, der prima auf unseren Hof zu Stan, Oink und Konstantin passt. Dann harrt mal der Tiere, die da noch kommen mögen. In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne bunte Woche. Ludwig grast derweil auf einer hübschen saftigen Wiese, die genauso bunt ist wie mein Leben!

Eure Steffi!


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