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Wandelbar

Aktualisiert: 12. Apr. 2021

Hello Again! Mein neuester Stein ist fertig und ich kann ihn euch heute präsentieren. "Wandelbar" war meine bisher größte Herausforderung. Ich habe in meiner Steinsammlung auch 2 mehr als Handteller große und flache Steine. Sie fordern geradezu ein üppiges Motiv. Beim Herumstöbern im Netz habe ich ein tolles Bild von einem Chamäleon gefunden. Allerdings kein direktes Gemälde auf Stein. Egal, das Bild hat mir sofort gefallen und es ging mir auch nicht mehr aus dem Kopf. Immer und immer wieder habe ich mir vorgestellt, dass ich dieses Bild irgendwie auf Stein bringen muss. Die Farben und das Motiv haben mir so gut gefallen. Mir war sofort klar, dass ein kleiner Stein nicht tun würde und so war schnell klar, dass die größeren Steinplatten "dran" waren. Zunächst habe ich den Stein schwarz grundiert, aber nur auf der sichtbaren Oberfläche. Danach habe ich mit einem weißen Buntstift das Motiv aufgemalt. Hier könnt ihr auch einen weißen Nagel-Färbestift hernehmen, wenn ihr keine Buntstifte habt. Toll ist hier, dass man alles immer wieder "ausradieren" kann, wenn es einem nicht passt oder gefällt. Denn der Buntstift lässt sich leicht mit einem feuchten (NICHT nassen Tuch) wieder weg wischen. Auch wenn der Acryllack wasserlöslich ist - ein paar mal drüber wischen mit feuchtem Tuch hält er prima aus. Dann hat der Stein erst mal eine Weile gelegen. Vielleicht ist es ja wie bei einem guten Wein - Gut Ding will Weile haben! Es ist Sommer im Chiemgau, wir hatten viel Besuch im Haus - keine Zeit für Steine. Halt, stimmt nicht! STEINZEIT ist ja immer! Sagen wir es so - meine Prioritäten lagen woanders - bei meiner Stieftochter und meinem Cousin mit seinen 2 Mädels! Eine tolle Zeit!

Aber irgendwann ist man dann ja wieder unter sich und der Alltag kehrt ein. Und damit auch meine Zeit für Steine. Langsam habe ich mich wieder an den Stein heran getastet. Ich muss wirklich sagen, dass es wie mit einem guten Buch ist. Hat man eine Pause eingelegt, muss man sich erst wieder "einlesen". So ähnlich ist es auch mit einem Stein. Zuerst weiß man gar nicht mehr, wie man weitermachen soll, aber nach 5 Minuten ist man so tief drin, dass man nicht mehr aufhören kann. Ich habe mich bei diesem Stein Segment-Weise hervorgetastet. Ich habe mir im Prinzip im Kopf kleine Abschnitte geschaffen, die ich dann umgesetzt habe. Dabei habe ich festgestellt, dass es leichter ist, wenn man sich Konturen schafft. Zum Beispiel den Kopf, die Arme und Beine, den Körper, den Schwanz und zum Schluss den Ast und die Pflanzen. Das ganze Projekt und das Malen lebt von Ideen. Oft bin ich abends ins Bett und habe mir so überlegt, wie ich was gestalten könnte. Und oft sind mir immer neue gute Ideen dazu eingefallen, die ich dann umgesetzt habe. Eine tolle Sache um richtig abzuschalten! Ich bin von Haus aus ein Perfektionist! Und so war es auch hier. Ich wollte unbedingt Schatten und Glanzeffekte der Haut mit einbauen und wusste erst nicht so richtig, wie ich das anstellen sollte. Hier gilt einfach - genau hinschauen und Punkt für Punkt arbeiten. Hat man sich verzettelt, macht das nichts, man kann immer wieder nacharbeiten, braucht dafür aber Geduld. Nicht meine Stärke, das gebe ich offen zu. Das wird oft damit bestraft, dass Farben "zusammenlaufen". Trockene Farbpunkte können leicht deckend übermalt werden. So kann man ausbessern, korrigieren, verschönern, Licht- und Schatteneffekte zaubern. Aber man sollte halt immer warten, bis eine Schicht trocken ist, was aber nur so rund 10 Minuten dauert. Irgendwann hatte ich dann die Technik raus. Erst mal "platt" die gewünschten Farben auftragen, etwas warten und dann mit entsprechenden Farbvarianten die Feinheiten schaffen. So habe ich auch die schwierigen Passagen gemeistert. Für diesen Stein habe ich übrigens fast meine gesamte derzeit verfügbare Farbpalette verwendet. Außer Rottönen, weiß und grau

ist nahezu jede Farbe vertreten. Je weiter ich voran kam, desto aufgeregter wurde ich. Dann muss man sich zügeln. Sonst ist es wie in einem schlechten Buch -das Ende wir einfach hingeschludert und man ist enttäuscht ;-) Das wollte ich aber auf keinen Fall. Ich wollte einen Super-Stein! Und den habe ich. Mein wandelbares Chamäleon ist in meinen Augen absolut gelungen und ich weiß jetzt, dass ich Vieles (erreichen) kann. Mir erscheint jetzt kein Motiv mehr "nicht umsetzbar". Mal abwarten - ich bin in einer totalen Euphorie, habe den Stein gerade erst lackiert und sitze an diesem Post. Auch ich werde noch an meine Grenzen stoßen. Aber das ist ja auch gut so. Ich habe Euch eine Metamorphose zusammengestellt und ich hoffe, Ihr freut euch mit mir an meinem wandelbaren Stein.

Time to be creARTive!

Eure Steffi!

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